Spezial – Wasserqualität

Im Zusammenhang mit der Legionellenprüfung und der Chlorierung des Wassers sind einige Fragen aufgekommen. Wir versuchen hier alles transparent darzustellen. Nach und nach werden wir für euch auch noch die fehlenden Infos nachtragen.

Was sind Legionellen?

Legionellen sind Bakterien, die sich gerne im Warmwasser in den Leitungen vermehren.

Erst das Einatmen bakterienhaltigen Wassers als Aerosol (Aspiration bzw. Inhalation z. B. beim Duschen, bei Klimaanlagen, durch Rasensprenger und in Whirlpools) kann zur Infektion führen.

Das Trinken von legionellenhaltigem Wasser ist für Personen mit intaktem Immunsystem keine Gesundheitsgefahr.

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Legionellen)

Am 21.06.2013 wurde im Appartement 1-68 (WB-Bad) eine Belastung mit Legionellen festgestellt. Trotzdem gehen wir davon aus, dass zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bewohner im Haus bestanden hat, denn es handelte sich nur um ein einzelnes Zimmer und um eine „mittlere Kontamination“.

Die Erreger hatten sich wohl vermehrt, weil das Wasser im Wasserhahn zu lange gestanden hatte. Außerdem muss dieser Hahn von außen kontaminiert worden sein, denn in der zentralen Frischwasserversorgung konnte keine Verunreinigung festgestellt werden.

Bei einer Nachuntersuchung im November konnte gezeigt werden, dass die Kontamination behoben war.

Die Gefährdungsanalyse

Am 22.08.2013 musste aufgrund des Vorfalls in Zimmer 1-68 eine Gefährdungsanalyse durchgeführt werden. Diese ist hier einzusehen: Gefährdungsanalyse 22.08.2013

Wir haben sie mit Kommentaren versehen. Im Folgenden findet ihr aber auch eine Zusammenfassung.

Zusammenfassung aller festgestellten Mängel

Wie ist der Status? Farblich markiert: behoben, ausstehend, teilweise erledigt

Mangelhafter Nutzungsbereich

Die Bewohner müssen allgemein über das Nutzerverhalten hinsichtlich der hygienischen
Anforderungen in der Trinkwasserinstallation aufgeklärt werden. Ein Wasseraustausch (warm
& kalt) an sämtlichen Armaturen muss alle 72 Stunden gewährleistet sein!

Kommentar: Eine Belehrung durch das Studentenwerk hat per E-Mail und durch Änderung des Mietvertrages stattgefunden. Es wird empfohlen, mindestens zweimal wöchentlich gründlich jeden Warmwasseraustritt zu spülen.

Warmwasserbereitung

Warmwasserbereitung reinigen und ggfs. entkalken (Wartungsintervall alle 2 Jahre).

Kommentar: Dies ist geschehen. Siehe Wartung 1.

Die Warmwassertemperaturen müssen mindestens einmal täglich auf 60°C zu erhöhen.

Kommentar: Dies ist laut Angaben von R&S aufgrund der Wärmepumpe nicht möglich. Wir sind skeptisch und forschen weiter nach, ob es nicht über den Durchlauferhitzer ermöglicht werden kann.

– Probenahmehahn am Warmwasserabgang nachrüsten.
– Entleerungshähne gegen für Trinkwasser zugelassene Hähne austauschen.

Kommentar: Dies ist geschehen. Siehe Wartung 1 und Wartung 2.

Regelmäßige Wartung

– Die Zirkulationspumpe muss regelmäßig auf Funktion überprüft werden, um Stagnation im
Leitungsnetz zu vermeiden.
– Filter laut Herstellerangaben jährlich warten.
– Alle Absperrventile müssen regelmäßig auf Funktion überprüft und bei einem Defekt

ausgetauscht werden.

Kommentar: Die Dokumentation zur Wartung war mangelhaft. Wir versuchen in einem Gespräch mit der Hausmeisterin nächste Woche alle Zweifel zu beseitigen und Transparenz zu schaffen.

Probenahmearmatur an der Zirkulation muss nachgerüstet werden.

Kommentar: Dies ist geschehen. Siehe Wartung 1 und Wartung 2.

 Chlorierungsanlage

Das Gesundheitsamt ist umgehend über die Dosieranlage zu informieren. Ausschließlich das
Gesundheitsamt entscheidet über die Genehmigung der Dosieranlage zur dauerhaften
Desinfektion.

Kommentar: Es liegt uns noch keine Genehmigung durch das Gesundheitsamt vor. Wie oben erwähnt, streben wir eine Lösung an, das Wasser täglich durch den Durchlauferhitzer auf über 60°C zu erwärmen, um den Bedarf an Chlorbeimeingung senken zu können. Ob dies möglich ist, prüfen wir noch.

Fazit

Die meisten Probleme wurden bereits behoben. Uns stößt noch auf, dass die Chlordioxid-Beimischung entgegen den bisherigen Verlautbarungen erst noch einer Genehmigung des Gesundheitsamtes bedarf, die uns nicht vorliegt. Uns ist damit nicht klar, ob die Dosierung auf Dauer so in Ordnung ist. Wir bleiben an dem Thema dran und versuchen wie oben erwähnt eine Lösung herbeizuführen, in der die Chlormenge auf jeden Fall reduziert werden kann.

 

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